Unser Plan gegen die Hitze
Der Sommer 2026 war einmalig – und das soll er bleiben
- Die Hitzewellen werden immer extremer. Das gefährdet die öffentliche Gesundheit, schwächt Ökosysteme, vergrössert soziale Ungleichheiten und bedroht unsere Ernährungssicherheit.
- Wir brauchen einen Plan für eine resiliente Schweiz, in der alle Menschen und die Umwelt auch an heissen Tagen geschützt sind.
- Die Hitzewellen sind Folge der Klimakrise. Ohne konsequenten Klimaschutz sind unsere Gesundheit und unsere Lebensgrundlagen akut gefährdet.
- Die GRÜNEN haben Lösungen parat, um Städte zu kühlen, die Gesundheit zu schützen und soziale Gerechtigkeit zu fördern.
Der heisseste Sommer der Geschichte

Der Sommer 2026 hat schwere Spuren hinterlassen. Nebst rekordhohen Temperaturen erlebte die Schweiz eine historische Dürre. Besonders vulnerable Menschen wie Kinder, Schwangere und ältere Personen sind ab 25° C und mehr einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Bauarbeiter*innen und andere Berufsgruppen, die keinen Zugang zu Schatten haben, waren extremen Bedingungen ausgesetzt. Zudem zeigen sich soziale Ungleichheiten: Gekühlte oder gut isolierte Räume sind nicht für alle Menschen zugänglich.
Die lang anhaltende Trockenheit machte besonders der Landwirtschaft, den Wäldern und Tieren zu schaffen. Betriebe haben mit Etragsausfällen und höheren Produktionskosten zu kämpfen. Auch dem Vieh macht die Hitze zu schaffen, das anfälliger für Krankheiten wird. Die Auswirkungen auf die Wälder und die Wildtierpopulationen wird sich hingegen erst im nächsten Jahr zeigen.
Auch auf die Energieproduktion hatte die extreme Hitze Einfluss. So mussten Kernkraftwerke ihre Leistung drosseln oder gar vom Netz genommen werden, da die Wassertemperatur der kühlenden Flüsse zu hoch war. Durch die vielen Sonnenstunden konnte dieser Ausfall durch die Solarenergie aufgefangen werden. Dem Ausbau der Photovoltaik in den letzten Jahren sei Dank.
Doch nicht nur in der Schweiz litten Mensch und Umwelt. Hitze und Trockenheit führten in ganz Westeuropa zu verheerenden Waldbränden, Austrocknung von Seen und Flüssen sowie zu einer hohen Übersterblichkeit.
Klimaexpert*innen warnen, dass der Sommer 2026 einem künftigen durchschnittlichen Sommer entsprechen könnte, wenn sich das globale Klima um 3° C erwärmt gegenüber vorindustrieller Zeit. Für uns GRÜNE ist klar: Soweit darf es nicht kommen. Die GRÜNEN warnen schon lange vor den Folgen des Klimawandels. Die Politik muss endlich handeln und Mensch, Umwelt und Wirtschaft schützen.
GRÜNE Lösungen
Die GRÜNEN Kanton Bern haben in der Herbstsession 2026 eine Reihe von Vorstössen rund um die Hitze eingereicht, um den Kanton resilienter zu machen:
- Hitzetaugliche Schulen
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass hohe Raumtemperaturen die kognitive und schulische Leistungsfähigkeit beeinträchtigen können. Wir fordern auch im Sommer gute Lernbedingungen. - Kantonale Wasserstrategie
Die zurückgewiesene Wasserstrategie hätte auch Massnahmen gegen die Trockenheit beinhaltet. In Anbetracht anstehender Probleme rund um Wasser-versorgung und -verknappung und Dürren bringen wir diese Fragen wieder auf den Tisch. - Hitze und Psyche
Die Auswirkungen der Hitze auf die psychische Gesundheit der Menschen im Kanton Bern dürfen nicht unterschätzt werden. Wir fordern, dass Massnahmen geprüft werden. - Baum- und Waldschutz
Die Hitze hat auch unsere Bäume stark getroffen: Bereits Mitte August werfen sie ihre Blätter ab. Bäume wirken temperaturregulierend und bieten unverzichtbaren Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pilz- und Insektenarten. Wir fordern Massnahmen zum Baum- und Waldschutz sowie die Förderung von Agroforstsystemen in der Landwirtschaft. - Was kostet uns die Klimakrise?
Wir wollen vom Regierungsrat wissen, welche Mehrkosten durch die Extremwetterereignisse entstehen. Zum Beispiel im Gesundheitswesen, in der Wasserversorgung, durch vermehrte Einsätze von Rettungsdiensten sowie Schäden in der Land- und Forstwirtschaft.
Wir setzen uns im Grossen Rat dafür ein, dass der Kanton seine Verantwortung wahrnimmt und die nötigen Grundlagen schafft, um seine Bevölkerung gegen die Ursachen des Klimawandels schützt und um den Kanton so rasch wie möglich CO2-neutral macht.
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Hitzeplan für die Schweiz
Die GRÜNEN Schweiz haben einen Hitzeplan mit vielen politischen Forderungen formuliert. Die umfassenden Forderungen betreffen folgende Bereiche:
- Städte und Agglomerationen kühlen
- Gesundheit schützen
- Arbeitsbedingungen anpassen
- Hitze sichtbar machen
- Gewässer schützen
- Landwirtschaft klimaresilient machen
- Ursachen bekämpfen
Hast du Fragen zu Ursachen und Auswirkungen der Trockenheit? Hier findest du einige Antworten von Forscher*innen von WSL und SLF.