Ausbau des Grimselsees: GRÜNE begrüssen Förderung der Wasserkraft und Vergrösserung der Wasserspeicher
Die GRÜNEN Kanton Bern sind erfreut über die Vergrösserung des Grimselsees als wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz. Deren Notwendigkeit zeigt sich nach diesem Hitzesommer einmal mehr in aller Deutlichkeit.
Die GRÜNEN Kanton Bern begrüssen die bevorstehende Vergrösserung des Grimselsees als Kompromiss zwischen Energieproduktion und Naturschutz. «Die Zustimmung folgt der konsequenten Linie der GRÜNEN, die seit 2012 den Ausbau der Wasserkraft an der Grimsel unterstützen», so Grossrat Jan Remund. Der Ausbau ist ein zentraler Baustein der Energiewende, weg von der Atomkraft und fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien. Die Klimakrise mit dem rasanten Gletscherschwund macht überdeutlich, dass eine rasche Dekarbonisierung der Energieversorgung zwingend ist. Die einheimische Wasserkraft leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.
Ausgewogene Ausgleichsmassnahmen
Mit den vereinbarten ökologischen Ausgleichsmassnahmen stellen die Vergrösserung des Grimselsees und auch das Projekt Trift gute Kompromisse dar. Der sogenannte «Grimsel-Dialog» brachte den Kanton Bern, die KWO und zahlreiche Umweltverbände zusammen, darunter den WWF, Pro Natura und auch Aqua Viva. Das breit abgestützte Massnahmenpaket umfasst beispielsweise Gewässernutzungsverzichte, den Rückbau von Kleinwasserkraftwerken und Nutzungsbeschränkungen in den Gletschervorfeldern des Bächli-, Gruben- und Steingletschers. Diese Massnahmen schützen die Biodiversität und die Landschaft an zahlreichen Orten im Kanton und kompensieren die Eingriffe im Haslital.
«Der Grimsel-Dialog zeigt, dass Energiewende und Naturschutz kein Widerspruch sein müssen. Die GRÜNEN stehen zu diesem Kompromiss – im Gegensatz zur SVP, die die Ausgleichsmassnahmen in Frage stellt und damit die Energiewende torpediert», so Grossrat Beat Kohler. So opponierte die SVP-Fraktion beispielsweise gegen den Rückbau des Simmewehrs in Wimmis. Die GRÜNEN Kanton Bern bleiben beim einmal ausgehandelten Kompromiss: Wasserkraftausbau dort, wo es für die Energiewende nötig ist, kombiniert mit konsequentem Naturschutz an anderer Stelle. Dieser Weg dient sowohl dem Klimaschutz als auch der Biodiversität im Kanton Bern.
Wasserspeicher gewinnen an Bedeutung
Der trockene Sommer 2026 zeigt eindrücklich, dass Wasserspeicher nicht nur für die Stromproduktion, sondern auch zur Bewältigung von Trockenheitsrisiken immer wichtiger werden. Der aktuelle Hitzesommer hat den Gletschern im Berner Oberland erneut stark zugesetzt. Ohne diese Wasserspeicher droht im Sommer nicht nur der Emme und kleineren Bächen die Austrocknung mit den entsprechenden katastrophalen Auswirkungen auf die Fischwelt und die Trinkwasserversorgung, sondern auch die Aare wird entsprechend weniger Wasser führen. Speicherseen können die Speicherfunktion der Gletscher mindestens zu einem kleinen Teil übernehmen.