Mit der Motion wird der Weg geebnet, damit bilinguale Klassen künftig im ganzen Kanton möglich werden und nicht mehr von der Initiative oder der Finanzkraft einzelner Gemeinden abhängen. Das Postulat setzt zudem klare Impulse zur Förderung von immersivem und bilingualem Unterricht sowie zur Stärkung von Schulpartnerschaften und Sprachaustausch.

In einer Zeit, in der der Französischunterricht unter Druck steht, übernimmt der Kanton Bern damit Verantwortung als grösster zweisprachiger Kanton und als Brücke zwischen der Deutschschweiz und der Romandie. «Wer in Bern Politik macht, muss die Zweisprachigkeit nicht nur verwalten, sondern aktiv mitgestalten.», sagt Manuel C. Widmer, Grossrat.

Umsetzung einer klaren politischen Vision
Die nun angenommenen Vorstösse stehen nicht isoliert da. Sie entsprechen inhaltlich der Resolution «Pour un bilinguisme fort – Mehr Engagement im Kanton Bern», welche die Delegiertenversammlung der GRÜNEN Kanton Bern am 28. Januar 2026 verabschiedet hat. Darin fordern die GRÜNEN eine aktive Stärkung der institutionellen Zweisprachigkeit, einen gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Leistungen in beiden Amtssprachen sowie konkrete Massnahmen im Bildungsbereich – von zweisprachigen Klassen über immersive Modelle bis hin zu gezielten Fördermassnahmen für Lehrpersonen.

Die Resolution hält fest: Zweisprachigkeit ist nicht nur historisches Erbe, sondern eine zentrale Säule des sozialen Zusammenhalts, der demokratischen Teilhabe und der nachhaltigen Entwicklung unseres Kantons. Bildung spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Mit der Annahme der Vorstösse ist der politische Auftrag klar: Der Regierungsrat ist gefordert, die rechtlichen und strategischen Grundlagen weiterzuentwickeln und konkrete Schritte zur Förderung zweisprachiger Bildungsangebote einzuleiten.

Die GRÜNEN Kanton Bern werden diesen Prozess konstruktiv begleiten. Unser Ziel bleibt eine lebendige Zweisprachigkeit im ganzen Kanton – im Schulzimmer, in der Verwaltung und im öffentlichen Leben.