Windkraft, Wasser, Zukunft: GRÜNE setzen Klimathemen auf die Traktandenliste
In der Sommersession des Grossen Rates stehen zwei zentrale Umweltthemen im Mittelpunkt, bei denen die GRÜNEN Kanton Bern wichtige Impulse gesetzt haben: die Beschleunigung der Windenergie im Kanton sowie die neue kantonale Wasserstrategie 2040. Die Grossratsfraktion GRÜNE/AL kämpft für eine konsequente Energiewende und eine vorausschauende, klimaresiliente Wasserpolitik – und fordert den Kanton auf, beim Tempo nicht nachzulassen.
Windenergie endlich beschleunigen
Der Bund hat mit dem Beschleunigungserlass die Weichen gestellt: Seit April 2026 gelten vereinfachte Verfahren für den Bau von Windkraftanlagen von nationalem Interesse. Jetzt ist der Kanton Bern gefragt, nachzuziehen. Grossrat Jan Remund fordert mit seiner Motion, dass der Kanton die neuen bundesrechtlichen Spielräume konsequent nutzt und die Planungs- und Bewilligungsverfahren für Windenergieanlagen spürbar verkürzt.
Windenergie ist für die Versorgungssicherheit unverzichtbar: Rund zwei Drittel des Windstroms wird im Winterhalbjahr produziert – genau dann, wenn der Bedarf am höchsten ist. Der Kanton Bern verfügt nicht nur im Berner Jura über ausgezeichnete Standorte. Es braucht jetzt politischen Willen, nicht weitere Verzögerungen. «Die Windenergie braucht auch im Kanton Bern einen neuen Impuls, damit das Potential genutzt werden kann», so Grossrat Jan Remund.
Wasserstrategie: Ambition ja, aber mit grünem Rückgrat
Gleichzeitig berät der Grosse Rat die Wasserstrategie 2040 des Kantons Bern. Die Strategie, die auf Forderungen der GRÜNEN zurückgeht, soll den Umgang mit der Ressource Wasser für die kommenden Jahrzehnte regeln. Durch den Klimawandel wird Wasser einerseits knapp. Andererseits ist es wegen zunehmenden Starkniederschlägen manchmal in gefährlich grossen Mengen vorhanden. Die Strategie zeigt richtige Stossrichtungen auf und priorisiert auch die verschiedenen Wassernutzungen – wobei Trinkwasser an erster Stelle steht. Die GRÜNEN begrüssen die Stossrichtungen der Strategie, verlangen aber, dass der Umgang mit dem Klimawandel und der Klimaschutz sowie der Kampf gegen Schadstoffe wie PFAS noch besser verankert werden. Grossrat Beat Kohler sagt dazu: «Wasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage und erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit. Eine Strategie für 2040 muss dabei den Klimawandel noch stärker ins Zentrum stellen.»
Was machen die GRÜNEN im Grossen Rat?
Die Grossratsfraktion GRÜNE/AL im Berner Kantonsparlament setzt sich konsequent fürs Klima ein: Für Klimaschutz und Klimaresilienz, aber auch für eine Verbesserung des gesellschaftlichen Klimas. Die GRÜNEN wehren sich gegen Ausgrenzung und Abschottung. Mit Vorstössen, Planungserklärungen und engagierter Kommissionsarbeit bringen die GRÜNEN ökologische und soziale Anliegen in die Gesetzgebung ein und machen den Grossen Rat zum Ort, wo Klimaverbesserung konkret wird.