Fahrende aus dem In- und Ausland sind in den Sommermonaten im Kanton Bern unterwegs. Sie leben in Wohnwagen und haben ein Recht auf Halteplätze. Gibt es zu wenige, kommt es zu irregulären Landnahmen und Konflikten mit der örtlichen Bevölkerung. Deshalb plant der Kanton Bern einen «Transitplatz» für ausländische Fahrende. Ein Ja zum Transitplatz Wileroltigen löst langjährige Probleme.

 

Optimal gelegener Ort

Der Kanton prüfte hunderte möglicher Standorte. Der an der Autobahn Bern-Murten liegende Transitplatz ist über einen Kilometer von Wileroltigen entfernt. Er ist eine Erweiterung der schon bestehenden Autobahnraststätte und ist nur ab Autobahn zu erreichen. Die Wegfahrt erfolgt wieder auf die Autobahn. Der Transitplatz mit 36 Stellplätzen liegt zwischen der Deutsch- und Westschweiz, dort wo die meisten ausländischen Fahrenden Station machen. 

Klare Verantwortung

Ein offizieller Transitplatz ermöglicht klare Regeln und verbindliche Abmachungen. Ein Platzreglement ordnet das Zusammenleben auf dem Platz und mit der Nachbarschaft. Es regelt unter anderem die Aufenthaltsdauer oder die Abfallentsorgung. Der Kanton Bern kümmert sich um den Betrieb. Das entlastet die Gemeinde und ermöglicht rasches Handeln im Bedarfsfall. 

Gewinn für alle

Von einem offiziellen Platz profitieren alle: Die Gemeinden und die Grundeigentümer, weil ein offizieller Platz irreguläre Landnahmen reduziert. Damit verringert sich der hohe Aufwand für Kontrollen oder polizeiliche Räumungen. Ausländische Fahrende wissen, dass es diesen Platz im Kanton Bern gibt und wo sie sich aufhalten dürfen.

Bedarf ist ausgewiesen

Derzeit gibt es im Kanton Bern keinen Transitplatz. In den vergangenen Jahren standen verschiedene Provisorien zur Verfügung. Die hohe Auslastung dieser Plätze macht deutlich: Es braucht eine dauerhafte Haltemöglichkeiten. Das Projekt Wileroltigen ist deshalb dringend notwendig. 

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